liquorzirkulationsstoerung

Liquorzirkulationsstörung

Krankheitsbild

Normaldruckhydrocephalus (NPH)

In den Nervenwasserkammern („Ventrikeln“) des Gehirns wird das Nervenwasser (Liquor) produziert, welches im gesamten Zentralnervensystem zirkuliert und in das Gehirngewebe durch feinste Poren übertritt. In diesem Kreislauf werden stündlich beim Erwachsenen ca. 25 ml Liquor produziert bzw. „abgebaut“. Bei der so genannten Normaldruckhydrocephalus Erkrankung ist dieses Gleichgewicht von Produktion und Abbau von Liquor gestört, es staut sich Liquor an.

Symptomatisch zeigt sich dieses Krankheitsbild durch ein typisches kurzschrittiges Gangbild meist einhergehend mit Störung der Gedächtnisleistung, Inkontinenz sowie Aufweitung der inneren Liquorräume.

 

Therapie

Das Prinzip der Shunt-Operation besteht nun darin, den Überschuss an Liquor regelmäßig aus den Hirnkammern zu entfernen, so dass das Gehirn von Schaden bewahrt und gleichzeitig der Körper vor einem Flüssigkeitsverlust durch die Nervenwasserableitung geschützt wird. Es wird eine individuell Ventil-gesteuerte Schlauchanlage („VP-Shunt“) implantiert, welche den Liquor von den Ventrikeln („V“) in die freie Bauchhöhle (Peritoneum, „P“) ableiten soll, eine so genannten „Ventrikulo-Peritoneale-Shuntanlage“. Im Bauchraum wird der Liquor wieder aufgenommen und den Körperflüssigkeiten wieder zugeführt.


Tumoren des Gehirns